Es war einmal, ein kleiner Vogel,
immer hatte er das Pech der langsamste zu sein.
Alle anderen waren immer schneller beim Futter.
Doch war er nicht dumm.
Er überlegte was kann ich tun.
Er pobierte dies und das. Doch er schaffte es nicht.
Eines Tages, wunderte er sich dass alle anderen keinen Hunger hatten.
Seine Chance war gekommen, er flog schnur stracks zum Futter.
In aller Ruhe pickte er sein Futter auf und genoß es.
Er merkte nicht das es sehr ruhig um in geworden ist.
Diese Ruhe, merkwürdig. Er wusste es nicht, dass hinter im
die große Wildkatze saß. Die anderen Vögel schauten gespannt, was wird passieren?
Die Katze war aber satt, sie hatte keinen Appetit mehr. Außerdem war es ungewöhnlich, dass vor ihr ein
kleines Vöglein her stolzierte.
So konnte der kleine Vogel in aller Ruhe geniesen und als er satt war flog er seinen Weges.
Doch komisch, ab diesen Tag machten die anderen Vögel immer Platz wenn er zum Futter flog.
Er war zwar der langsamste, aber das Glück das er suchte, hatte ihn gestreift
und wenn er nicht gestorben ist dann fliegt er heute noch langsam und glücklich von Ast zu Ast.
Gebet:
Bitte vermehre entweder meinen Kredit oder vermindere meinen Appetit!
Ich bitte dir um nichts als um das Notwendigste, ein bißchen reichlich freilich!
Ich bitte dich auch nicht um Gut und Geld,
sondern zeige mir nur, wo es ist!
K.J. Weber ,
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Warum leuchtet die Sonne?
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Am Morgen beim Frühstück, fragte die kleine Ente.
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Sag mal, Ducky, so nannte sie die Mutter. Sag mal: " Warum leuchtet die Sonne?"
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"Ja", sagte die Mutter, "das ist schwer zu erklären. Da oben ist es sehr heiß.
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Es glüht alles richtig und dann ist es eben hell. Klar?
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Am anderen Tag fragte Kiki den Lehrer. Warum leuchtet die Sonne?
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Der Lehrer war ein belesener und besonnener. Von der Wissenschaft
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begossener Pudel. Er nahm ein Buch und las daraus vor. -
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Die kleine Ente hörte gar nicht zu.
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Warum konnte ihr nur niemand sagen. Warum die Sonne leuchtet?
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War das denn so ein Geheimnis?
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Tage darauf traf Kiki per Zufall die alte Igelfrau. Von der die anderen Tiere
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immer sagten, sie lebe so zurückgezogen. Sei aber wohl ein ganz kluges
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Tier.
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"Warum leuchtet die Sonne?" fragte Kiki mutig.
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Ja, mein Kleines, ganz einfach: "Weil sie lächelt."
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Am Abend legte Kiki sich glücklich ins Bett.
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"Du meine Sonne," sagte die Mutter. Denn Kiki hatte gelächelt.
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Wenn die Sonne untergeht,
wenn der Mond am Himmel steht,
wenn auf leisen Sohlen sacht
Sandmann kommt zur guten Nacht
und er zaubert knick-knick-knack
Wundertraeume aus dem Sack -
weiss der kleine Kuschelbaer,
dass es Zeit zum Schlafen waer.
Es war einmal ein armer chinesischer Reisbauer, der trotz all seinem Fleiß in seinem Leben nicht vorwärts kam. Eines Abends begegnete ihm der Mondhase, von dem jedes Kind weiß, dass er den
Menschen jeden Wunsch erfüllen kann.
"Ich bin gekommen", sagte der Mondhase, "um dir zu helfen. Ich werde dich auf den Wunschberg bringen, wo du dir aussuchen kannst, was immer du willst." Und ehe er sich versah, fand sich der
Reisbauer vor einem prächtigen Tor wieder. Über dem Tor stand geschrieben: "Jeder Wunsch wird Wirklichkeit". Schön, dachte der Bauer und rieb sich die Hände. Mein armseliges Leben hat nun endlich
ein Ende. Erwartungsvoll trat er durch das Tor. Ein weißhaariger, alter Mann stand am Tor und begrüßte den Bauern mit den Worten: "Was immer du dir wünschst, wird sich erfüllen. Aber zuerst musst
du ja wissen, was man sich überhaupt alles wünschen kann. Daher folge mir!"
Der alte Mann führte den Bauern durch mehrere Säle, einer schöner als der andere. "Hier", sprach der Weise, "im ersten Saal siehst du das Schwert des Ruhmes. Wer
sich das wünscht, wird ein gewaltiger General. Er eilt von Sieg zu Sieg und sein Name wird auch noch in den fernsten Zeiten genannt. Willst du das?" Nicht schlecht, dachte sich der Bauer, Ruhm
ist eine schöne Sache und ich möchte zu gerne die Gesichter der Leute im Dorf sehen, wenn ich General werden würde. Aber ich will es mir noch einmal überlegen. Also sagte er: "Gehen wir erst
einmal weiter." "Gut, gehen wir weiter!" sagte der Weise lächelnd.
Im zweiten Saal zeigte er dem Bauern das Buch der Weisheit. "Wer sich dieses wünscht, dem werden alle Geheimnisse des Himmels und der Erde offenbart." Der Bauer
meinte: "Ich habe mir schon immer gewünscht, viel zu wissen. Das wäre vielleicht das Rechte. Aber ich will es mir noch einmal überlegen."
Im dritten Saal befand sich ein Kästchen aus purem Gold. "Das ist die Truhe des Reichtums. Wer sich die wünscht, dem fliegt das Gold zu, ob er nun arbeitet oder
nicht." "Ha!" lachte der Bauer, "Das wird das Richtige sein. Wer reich ist, der ist der glücklichste Mensch der Welt. Aber Moment! Glück und Reichtum sind ja zwei verschiedene Dinge. Ich weiß
nicht recht. Gehen wir noch weiter."
Und so ging der Bauer von Saal zu Saal, ohne sich für etwas zu entscheiden. Als sie den letzten Saal gesehen hatten, sagte der alte Mann zum Bauern: "Nun wähle. Was immer du dir wünschst, wird
erfüllt werden!" "Du musst mir noch ein wenig Zeit lassen!" sagte der Bauer "Ich muss mir die Sache noch etwas überlegen. In diesem Augenblick aber ging das Tor hinter ihm zu und der Weise war
verschwunden. Der Bauer fand sich zu Hause wieder. Der Mondhase saß wieder vor ihm und sprach: "Armer Bauer, wie du, sind die meisten Menschen. Sie wissen nicht, was sie sich wünschen
sollen. Sie wünschen sich alles und bekommen nichts. Was immer sich einer wünscht, das schenken ihm die Götter - aber der Mensch muss wissen, was er will ...
Mir ist so kalt.
Ach, dieser Abend mit Angie war toll.
Wir hatten viel Spass. War ein tolles Lokal. Die Musik, das Publikum, alles war okay.
Ein richtige femme fatal Duo, waren wir zwei.
Aber ach, mir ist so kalt.
Oh, mein Kopf, nicht auf dem weichen Kopfpolster geschmiegt, nein. Liegt hart auf dem Asphalt?
Was ist passiert?
Wo bin ich?
Ach, wenn mir nicht so kalt wäre.
Schön langsam, nach dem Schock, kommt mir die Besinnung wieder.
Das Auto, der Nebel, die laute Musik. Der Alkohol. Ein grelles Licht.
Ach Angie, was ist passiert?
Meine Augen schweifen, aber mir ist so kalt.
Ach Gott, in einiger Distanz, wegen dem Nebel, nicht gut zu erkennen.
Ein Körper. Er hängt am Zaun, ein Torso. Man erkennt nur den Rücken, die Füße.
Angie. Mein Gott. Angie. Arme Angie, es hat dich erwischt.
Am Zaun aufgepfählt. Man sieht nur schlecht, der Nebel.
Arme Angie...
Mir ist schlecht, mir wird immer kälter. Ich halts nicht mehr aus.
Wie wenn das Blut gefriert.
Die Augen schweifen weiter, ich bin so müde.
Da, das Auto, am Dach liegend. Demoliert. Die Türe offen.
Die Kälte, warum ist es so kalt? Mir ist so kalt. Ich fühl mich so schwach.
Eine Gestalt, bei der offenen Tür, sie sucht im inneren des Auto.
Da zieht die Gestalt ihren Körper aus dem Auto.
Dreht sich um.
Oh mein Gott, mein Gott. Angie? Angie? Du!
Ich kann mich nicht mehr entsetzen. Mir ist so kalt, so müde.
So endlos müde.
Ich schließe meine Augen zu.
"Weißt du, was eine Schneeflocke wiegt?" fragte ein Eichhörnchen eine Taube.
"Nicht mehr als nichts", lautete die Antwort der Taube.
"Dann möchte ich dir jetzt eine erstaunliche Geschichte erzählen", sagte das Eichhörnchen:
"Ich saß einmal auf dem Zweig eines Tannenbaumes, als es langsam und leise anfing zu schneien. Da ich gerade nichts anderes zu tun hatte, fing ich an, die Schneeflocken zu zählen, die vor mir
auf die Tannennadeln des Zweiges fielen.
Ich war gerade bei Nummer 3.741.952 angelangt, als die 3.741.953 Schneeflocke auf den Zweig fiel. Nicht mehr als nichts, sagst du, aber der Zweig brach ab."
Mit diesen Worten verschwand das Eichhörnchen in den Wipfeln der Bäume.
Die Taube dachte eine Weile über die Geschichte nach und sagte dann zu sich selbst: Vielleicht brauchen manche Dinge im Leben wirklich nur noch die eine Stimme eines beherzten Menschen, um
etwas zu bewirken.
Der Grossvater war sehr alt geworden. Seine Beine wollten nicht mehr gehen, seine Augen nicht sehen, seine Ohren nicht hören, und er
hatte keine Zähne mehr.
Wenn er nun bei Tische sass und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floss ihm das Essen auch wieder aus dem Mund. Sein Sohn
und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen musste sich der alte Grossvater allein hinter den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in einer Tasse.
Da sah er betrübt nach dem Tisch und die Augen wurden ihm nass. Einmal wollte der
alte Mann die Tasse verrücken, dabei fiel sie zur Erde und zerbrach. Die Schwiegertochter schimpfte mit dem alten Mann, weil er alles im Haus verschüttete und Tassen zerbrach.
Sie sagte, sie werde ihm von nun an das Essen in einer Spülschüssel geben. Der alte Mann seufzte nur und schwieg.
Einmal sahen der Mann und seine Frau, wie ihr kleiner Sohn zu Hause auf dem Fussboden mit ein paar Brettern spielte und
etwas daraus baute. Der Vater fragte: «Was machst du da Mischa?» Und Mischa antwortete: «Lieber Vater, ich mache eine Spülschüssel. Wenn du und die liebe Mutter einmal alt seid, könnt ihr aus
dieser Schüssel essen.» Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an und begannen zu weinen. Sie schämten sich, dass sie den alten Mann so gekränkt hatten.
Und von diesem Tag an sass er wieder bei ihnen am Tisch, und sie bedienten ihn.